D DFinanzglossar
Dispokredit
Kurzdefinition
Der Dispokredit (Überziehungskredit) erlaubt es einem Unternehmen, mehr auszugeben, als das Guthaben auf seinem Bankkonto hergibt.
Überblick: Ein Dispokredit ist eine von der Bank eingeräumte Kreditlinie, die es einem Unternehmen erlaubt, sein Girokonto über das verfügbare Guthaben hinaus zu belasten. Diese Möglichkeit wird häufig genutzt, um vorübergehende Liquiditätslücken zu überbrücken, etwa bei verspäteten Kundenzahlungen oder ungeplanten Anschaffungen. Für die Überziehung fallen in der Regel Zinsen an, und die Bank kann die kurzfristige Rückzahlung des in Anspruch genommenen Betrags verlangen. Der Dispokredit bietet zwar finanzielle Flexibilität, kann bei längerer Inanspruchnahme und schlechtem Management jedoch teuer werden. Typische Anwendungsfälle: Kurzfristige Liquiditätsschwankungen ausgleichen. Zahlungsausfälle wegen unzureichender Kontodeckung vermeiden. Dringende Anschaffungen oder unvorhergesehene Ausgaben finanzieren. Beispiel: Ein kleines Unternehmen verfügt über einen eingeräumten Dispokredit von 10 000 €. Wenn Kundenzahlungen sich verzögern, nutzt es diese Kreditlinie, um seine Lieferanten pünktlich zu bezahlen, und trägt die Zinskosten, bis die Zahlungen eingehen.